• Bild
  • Bild
  • Bild

Hart aber herrlich.

Als Sisal werden Fasern aus den Blättern einiger Agavenarten bezeichnet, deren Nutzwert erst im 19. Jahrhundert erkannt wurde. Dafür zählen sie heute zu den wichtigsten Naturfasern weltweit. Neben ihrer eher neueren Bedeutung für die Teppichherstellung (seit den 1970er Jahren) werden sie zu Tauen, Seilen, Garnen und vielen anderen Produkten verarbeitet. So bestehen beispielsweise hochwertige Dart-Scheiben hauptsächlich aus Sisalfasern. Sisal-Teppiche „glänzen“ durch ihre glatte Geschmeidigkeit sowie ihre kühle bis sachliche Optik.

Abzugrenzen sind die hauptsächlich aus der Sisalagave und einigen kleineren Agave-Arten gewonnenen Sisalfasern gegenüber verwandten Agave-Arten wie Agave cantala und Agave americana. Sie liefern die sogenannten Cantalafasern.

Sisalfasern – Hochleistungsfasern.

Die Fäden der in Mexiko beheimateten und bis zu zwei Meter hohen Sisalagave sind äußerst reißfest, schwer entflammbar sowie dämmend, atmungsaktiv und antistatisch. Dabei lässt sich die zellulosehaltige Faser in jeder denkbaren Nuance einfärben. Bei der Summe der Pluspunkte findet man Sisalböden heute vor allem in solchen Bereichen, in denen bei hoher Strapazierfähigkeit auch eine schlichte Ästhetik gefragt ist. Vorsicht sollten lediglich Hunde- und Katzenbesitzer walten lassen: Sisalteppiche sind wasserempfindlich, wodurch sie sich für die Haustierhaltung nur bedingt eignen.

Teppichböden aus Sisal Läufer aus Sisal

Weitere Materialien