Sisal-Fasern sind äußerst reißfest und strapazierfähig, schwer entflammbar, dämmend, atmungsaktiv und antistatisch. Auch lassen sich Sisalfasern in jeder Nuance einfärben. Dieser vielen Pluspunkte wegen findet man Sisalböden vor allem im Bereich, wo neben Strapazierfähigkeit gesunde Ästhetik gefragt ist.
Bevor die bis zu 2 m hohe Agave im 19. Jahrhundert erstmalig von der mexikanischen Hafenstadt Sisal aus exportiert wurde, hieß sie Hennequen. Da war sie in Mittelamerika bereits seit Jahrhunderten als Nutzpflanze bekannt. Heute wird sie als wichtiges Exportprodukt außerdem in Afrika, China, Südostasien, in der Karibik und Südamerika angebaut.
Die fast weiße Sisal-Faser wird maschinell vom Blattfleisch getrennt, an der Sonne getrocknet und in 250 kg schwere Ballen gepresst. Für einen solchen Ballen braucht man allerdings stolze 10.000 Blätter, umgerechnet 5 Tonnen! Ihr Hauptvorteil liegt in ihrer Robustheit. Sie gedeiht selbst unter extremen klimatischen Bedingungen und ist dementsprechend hart im Nehmen – und somit von Natur aus für die Verarbeitung zu Bodenbelägen bestimmt.
