Es gibt bis heute kaum Bereiche, in denen Baumwollfasern nicht zum Einsatz kämen. Sie kleiden uns nicht nur vom der Mütze bis zu den Strümpfen, sondern sie beweisen sich auch im anspruchsvollen Einsatz als Fischernetz oder Zeltplane. Da kann es nicht überraschen, dass auch Bodenbeläge traditionell und in letzter Zeit wieder häufiger aus Baumwolle hergestellt werden.
Anders als die meisten anderen Naturfasern ist Baumwolle frei von Lignin- oder Pektinbestandteilen, sie besteht also zu einem besonders großen Teil aus hochkristalliner Zellulose. Das gibt der Baumwolle eine hohe Reißfestigkeit. Jede Baumwollfaser besteht aus bis zu dreißig Lagen Zellulose in einer gedrehten Struktur. Wenn der Baumwollball – der Fruchtstand der Baumwollpflanze – geöffnet wird, trocknen die Fasern und verhaken sich untereinander. Diese Form wird für das Spinnen zu einem sehr feinen Garn verwendet.
Nicht zuletzt überzeugt Baumwolle durch ihre besonders gute Verträglichkeit: Jeder von uns weiß aus Erfahrung, dass Baumwolle schlichtweg gar nicht kratzt. Doch die Fasern sind nicht nur äußerlich besonders gut verträglich. Auch sonst gibt es kaum Fasern, die für Allergiker besser geeignet sind.
