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BAMBUS – DER ÜBERRASCHENDE
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BAMBUS KANN FAST ALLES

Bambus ist wohl die Naturfaser mit den verblüffensten Eigenschaften und ungewöhnlichsten Merkmalen. Das enthaltene, natürlich antibakteriell wirkende Honigpektin hat positive Auswirkungen auf die Haut und sorgt für gute Verträglichkeit, auch bei sehr empfindlichen Personen wie Allergikern.
 
Bei Bambusgewächsen handelt es sich um verholzende Gräser. Sie gehören der gleichen Pflanzengruppe an wie Reis, Mais oder Zuckerrohr. Aufbau und Eigenschaften machen das Naturprodukt Bambus zu einem High-Tech-Werkstoff. Er ist stabil, dabei aufgrund der Hohlräume extrem leicht und elastisch, seine Trennwände versteifen ihn. Teilweise übertreffen seine physikalischen Eigenschaften sogar die von Holz, Beton oder Stahl bei Weitem. Das macht sich auch bei Teppichen bezahlt.

VIELFALT WELTWEIT

Weltweit gibt es über 1.300 verschiedene Arten von Bambus, die in Asien, Amerika, Afrika und Australien beheimatet sind. Es sind tropische bis subtropische Pflanzen, von denen einige asiatische Arten auch in Mitteleuropa recht gut gedeihen. Wie Bäume erhalten die Zellen der Halme viel Lignin, eine dreidimensional vernetzte, aromatische Kohlenwasserstoff-Verbindung. Diese festigt die Zellwände von verholzten Pflanzen wie Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen und ist neben der Zellulose der häufigste organische Stoff der Erde. Bambushalme können damit besonders hoch wachsen, die Blätter sind lang und schmal.

SCHNELL NACHWACHSEND

Bambus ist ein ökologischer Rohstoff: Das Wachstum einer Bambusplantage wird durch regelmäßiges Abholzen gefördert. Die Mutterpflanze produziert jährlich mehrere neue Sprossen. Nach fünf Jahren können die ausgewachsenen und ausreichend harten Stämme geerntet werden, ohne dass der Wald an Umfang abnimmt. Für die Qualität sind ähnlich wie bei Holz das Klima, die Beschaffenheit des Bodens und die Sonneneinstrahlung entscheidend.